Logopädie (von griech. logos = das Wort und pädeuein = erziehen) umfasst die Untersuchung und Behandlung von Kommunikationsstörungen, also Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen bei Menschen jeden Alters. Ziel der logopädischen Behandlung ist das Erreichen der größtmöglichen individuellen Kommunikationsfähigkeit des Patienten.

Wie erhalten Sie eine logopädische Behandlung?

Die Logopädie ist Teil der medizinischen Grundversorgung. Wenn Sie bei sich oder Ihren Angehörigen sprachliche Schwierigkeiten bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Dies kann ein HNO Arzt, ein Neurologe, ein Kinderarzt, ein Kieferorthopäde, der Hausarzt oder ein anderer Facharzt sein.

Hat dieser die logopädische Behandlung verordnet, melden Sie sich bitte telefonisch in meiner Praxis, um einen Termin zu vereinbaren.

Da eine vom Arzt ausgestellte Heilmittelverordnung (Rezept) nur zwei Wochen gültig ist, holen Sie das Rezept bitte erst kurz vor dem ersten Behandlungstermin ab.

Was passiert bei einer logopädischen Behandlung?

Die Aufgaben der Logopädie umfassen die Prävention, Diagnostik und Therapie von Kommunikationsstörungen sowie die Beratung der Patienten und ihrer Angehörigen.

Zunächst erfolgt ein ausführliches Erstgespräch (Anamnese) und anschließend die störungsspezifische Diagnostik.

Von den Ergebnissen der Diagnostik leitet sich der individuelle Therapieplan ab. In der Regel sind ein bis zwei Einzel- oder Gruppentherapien pro Woche optimal. Je nach Behandlungsverlauf können die Therapiestunden variieren.

Während der gesamten Behandlungsdauer arbeiten wir eng mit dem behandelnden Arzt bzw. anderen Therapeuten zusammen, um im Sinne unserer Patienten ein bestmögliches Resultat zu erzielen.

Diagnostik:

  • Erstgespräch mit Fragen zur Problematik und gezielte Tests zur objektiven Einschätzung der Schwierigkeiten
  • Durchführung von standardisierten und normierten Testungen
  • Feststellung der Diagnose in Zusammenarbeit mit dem Arzt

Beratung:

  • Aufklärung über Ursache und Auswirkung der jeweiligen Kommunikationsstörung
  • Information über Inhalte und Verlauf der Behandlung
  • Individuelle Hilfestellungen zu der betreffenden Störung

Therapie:

  • Individuelle Therapieplanung- und Durchführung
  • Spielerisches Erlernen von Sprachfertigkeiten bei Kindern
  • Anleitung zum selbstständigen üben
  • ggf. Ergänzung der logopädischen Therapie durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ergo- und Physiotherapeuten, etc.

Wer bezahlt Logopädie?

Die Kosten für die logopädische Behandlung werden in der Regel bis zum 18. Lebensjahr von der jeweiligen Krankenkasse (Gesetzliche und Private) übernommen. Erwachsene Patienten haben einen Eigenanteil von 10 Prozent der Therapiekosten zu übernehmen. Befreiungen von der Zuzahlung können bei der Krankenkasse beantragt werden.